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All-inclusive-Urlaub

All-inclusive-Urlaub Posted on 23rd November 2018

In klassischen Urlaubsdestinationen, wie zum Beispiel Spanien, Griechenland, Türkei, Ägypten, Dominikanische Republik, werden sie immer beliebter, beziehungsweise sind sie beinahe Standard: die All-inclusive-Reisen.

Dem Urlauber geht es dabei richtig gut, denn im Preis des All-inclusive-Urlaubs ist alles inbegriffen: vom Flug über den Shuttledienst zum Hotel, Zimmer mit Vollpension und oft Essen von Frühstück bis Mitternacht, Getränke, Freizeitangebote und Unterhaltungsprogramm.

Ich machte meinen ersten All-inclusive-Urlaub im Alter von 19 Jahren, es war mein erster richtiger Urlaub überhaupt und es ging gleich mal über den großen Teich in die Dominikanische Republik. Ich war damals begeistert, was uns im Clubhotel alles geboten wurde, denn im Pauschalpreis waren auch alle Bargetränke, Cocktails und die Drinks in der hoteleigenen Diskothek inkludiert. Es gab ein umfangreiches Animations- und Sportprogramm, tägliche Abendshows und natürlich ein tolles Buffet beinahe vom Frühstück durchgehend bis Mitternacht. Zusätzlich hatte man noch die Möglichkeit, zweimal pro Woche in einem der A-La-Carte-Restaurants kostenlos zu speisen.

Für mich als junge Erwachsene war das das schiere Paradies, zusätzliches Geld brauchte man nur für Ausflüge, Souvenirs, oder wenn man außerhalb des Hotels ausging.

Das ist nun weit über 20 Jahre her, und die All-inclusive-Clubs sind mittlerweile auch in Europa vielerorts zum Standard geworden. Für die Gäste, die nicht unbedingt der Erkundung des Landes wegen auf Urlaub fahren, sondern um sich im Hotel rund um die Uhr so richtig verwöhnen, animieren und unterhalten zu lassen, sind solche Hotels das Nonplusultra. Einerseits lässt sich das Reisebudget sehr gut kalkulieren und es kommt viel günstiger, wenn man nicht zusätzlich Geld für Getränke oder Mittagssnacks ausgeben muss. Besonders bei Familien mit Kindern sind daher All-inclusive-Hotels besonders beliebt.

Wer aber am Urlaubsort viele Ausflüge macht, sich zum Abendessen gerne mal in ein kleines schnuckeliges Restaurant aufmacht und nicht die ganze Zeit im Hotel festkleben möchte, für den ist vielleicht ein All-inclusive-Hotel nicht die richtige Wahl.

Seit Mitte 20 haben mich erst einmal keine zehn Pferde mehr in ein All-inclusive-Hotel gebracht, weil das für mich nichts für Reisen und Abenteuer zu tun hat, wenn einem alles auf einem Silbertablett serviert wird.

Dennoch habe ich mich vor rund zwei Jahren überreden lassen, mit einem Freund in ein All-inclusive-Hotel in die Türkei zu fliegen, und ja: Ich habe es bereut!

Ich hatte das Gefühl, jeder richtet den ganzen Tagesablauf daraus aus, wann es wo welches Buffet geben wird, man macht den Tagesausflug erst, nachdem man sich noch am Mittagsbuffet gestärkt hat und dann sind da natürlich die klassischen Urlauber, die sich am Buffet verhalten, als ob sie monatelang nichts mehr gegessen hätten. Die Teller quellen über mit wild zusammengestellten Speisen. Dabei ist der letzte Buffetbesuch gerade mal ein paar Stunden her.

Ich hatte auch den Eindruck, dass All-inclusive-Urlaub in erster Linie Menschen anzieht, die nichts erleben möchten, sondern im Urlaub das Gefühl brauchen, sich einmal im Jahr alles leisten zu können.