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Backpacking

Backpacking Posted on 14th Februar 2019

Backpacking heißt übersetzt „Rucksackreisen“ und so bezeichnet man meist jene Reisenden als Backpacker, die mit dem Rucksack relativ flexibel ein oder mehrere Länder erkunden. Backpacker sind meist keine klassischen Urlauber, die für ein oder zwei Wochen irgendwo hinfliegen. Backpacker sind meist mindestens mehre Wochen, Monate oder sogar Jahre unterwegs.

Viele Backpacker reisen alleine, dementsprechend hat sich weltweit eine große Community gebildet, die sich austauscht und unterstützt. Der typische Backpacker nächtigt in Guesthouses oder Hostels, also Unterkünften, wo man sich oft sein Zimmer mit anderen Reisenden, teilt. Es liegt nahe, dass man dadurch oft in Stockbetten schläft. Dies hat Vorteile und Nachteile.

Der größte Vorteil ist natürlich der Preis. Oft kann man schon deutlich unter 20 Euro nächtigen, so ist das Reisen auch in Regionen erschwinglich, die sonst eher hochpreisig sind. Außerdem ist es ein guter Weg, sich das Reisen auch über einen langen Zeitraum leisten zu können. Der zweite große Vorteil ist, dass man in einem Hostel in der Regel auf andere Backpacker trifft, die die gleichen Interessen haben. Man kann sich mit ihnen zu Ausflügen oder zum Weggehen verabreden, man kann sich austauschen und man kann gemeinsame Touren buchen. Hostels haben oft eine Gemeinschaftsküche, wo man sich selber ein Frühstück und einfache Speisen zubereiten kann und natürlich haben sie in der Regel einen großen Aufenthaltsraum, wo sich die Backpacker treffen.

Der Nachteil von Hostels ist natürlich, dass man nicht allzu viel Wert auf Privatsphäre oder Nachtruhe legen darf. Denn wenn man sich ein Zimmer mit einigen Leuten teilt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass mitten in der Nacht jemand vom Ausgehen heimkommt oder früh aufstehen muss, um seine Tour oder seinen Flug zu erwischen, sehr groß. Das heißt, dass es in einem Zimmer eines Hostels immer irgendwie raschelt oder hüstelt, beziehungsweise dass Schnarchgeräusche zu hören sind.

Wenn man das Reisen mit dem Rucksack erst einmal für sich entdeckt hat, ist es schwer vorstellbar, nochmals anders zu reisen. Denn mit einem Rucksack kann man gut auf ein kleines Shuttleboot gehen, das einen zu einer entlegenen Insel führt, man kann damit gut in unwegsamem Gelände unterwegs sein und man ist immer genötigt, das Gewicht seines Gepäcks im Blick zu behalten.

Ich war vor ein paar Jahren selber für ein Jahr als Backpacker unterwegs und es war eine der besten Erfahrungen in meinem Leben. Oft habe ich am Vorabend entschieden, dass ich nächsten Tag weiterfliegen werde, einen Flug gebucht und frühmorgens ging es auf zur nächsten Destination.