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Wie herzlich ein Empfang aussehen kann

Wie herzlich ein Empfang aussehen kann Posted on 5th März 2019

In Süditalien wurde ich noch einigermaßen herzlich empfangen und immerhin vom zwei Kilometer entfernten Bahnhof abgeholt. In Thailand sah das schon anders aus. Der Gastgeber informierte mich, dass ich nur bis 18:00 Uhr ankommen dürfe. So reiste ich allerdings von der anderen Seite von Thailand an, und laut Plan wäre ich um 17:00 Uhr in meiner Unterkunft angekommen. Leider hatte die Fähre Verspätung, wonach die geplante Ankunftszeit auf 18:30 Uhr fiel. Dies teilte ich dem Gastgeber per Mail von der Fähre aus mit, worauf mir dieser zurückschrieb, ich sollte mir doch ein Hotelzimmer für die Nacht suchen und am nächsten Tag kommen. Als ich dann am nächsten Tag ankam, war er wieder etwas missmutig, weil ich nun an einem Sonntag, seinem freien Tag, kam. Er brachte mich ins Zimmer und überreichte mir eine vierseitige Liste aus Verboten, auf ein „Herzlich Willkommen“ habe ich vergeblich gewartet. So war es verboten, sich selbst ein Frühstück zuzubereiten oder die Küche zu benutzen (ich bekam aber auch von den Gastgebern kein Frühstück und musste stattdessen zwei Kilometer den Berg hinunter in den Ort gehen, wenn ich frühstücken wollte). Zur Verteidigung der Thais muss man erwähnen, dass der Gastgeber ein Einwanderer aus Venezuela war und nichts von der thailändischen Gastfreundschaft kannte.